Katzenrettung

Es war ein schöner Sonntagnachmittag, als ich mit meinem kleinen Bruder im Park spazieren war. Er rannte vorraus, und ich ging keuchend hinterher. “He! Warte!”, rief ich, doch mein Bruder schrie: “Lenka! Eine Maunzi! Eine Maunzi! Auf dem Blattdings!” Ich verstand erst gar nicht, was er meinte. Mal im Ernst: woher sollte ich wissen, dass er sagen wollte: Lenka! Eine Katze! Eine Katze! Auf dem Baum! Naja, 3 Jährige Kleinkinder zu verstehen ist ernsthaft nicht so einfach. Als ich bei ihm ankam, verstand ich, wieso er so einen Radau machte. Eine schwarz braun getiegerte Katze hockte auf einem Baum und maunzte verzweifelt. Sofort suchten meine Hände und Füße halt auf der rauen Rinde, und ein paar Sekunden später war ich oben. Vorsichtig hielt ich der Katze meine Hand entgegen. Die schnupperte kurz daran, bevor sie langsam, ganz langsam auf mich zu kam. Schnell stellte ich meine Beine auf den untersten Ast, und nahm die Katze in meinen Arm. Ich spürte, dass sie vor Angst zitterte, und sprang so sanft wie mögllich nach unten. Auf dem Boden ließ ich sie nach unten gleiten, und die Katze strich noch kurz um meine Beine, bevor sie im Gebüsch verschwand. “Lenka! Du hast die Maunzi gerettet!”, rief mein kleiner Bruder mit weit aufgerissenen Augen. Stolz nickte ich, und wir gingen nach Hause.

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